Kostenübernahme durch die Krankenkassen:

Private Krankenversicherungen übernehmen in vielen Fällen die gesamten Kosten.

Bei einigen gesetzlichen Krankenkassen hat sich eine Anfrage für eine Kostenübernahme als Präventionskurs als erfolgreich heraus gestellt. Ehemalige Teilnehmer berichten von Kostenerstattungen der gesetzlichen Krankenkassen zwischen 40 und bis zu 100 %. Voraussetzung ist oftmals, dass dies Ihr einziger Geburtsvorbereitungskurs ist. Dennoch: Die Übernahme der Kosten für einen HypnoBirthing-Geburtsvorbereitungskurs ist und bleibt reine Kulanzsache der Krankenkassen, da die Inhalte, welche von den Krankenkassen für einen konventionellen Geburtsvorbereitungskurs genauestens festgelegt sind, nicht einhundertprozentig mit denen eines HypnoBirthing-Kurses übereinstimmen. Das heißt, nicht nur Geburtsvorbereiter, Doulas oder Psychotherapeuten, sondern auch Hebammen und deren Patientinnen können die Kurskosten weder direkt mit den Kassen noch im Nachhinein und weder anteilig noch insgesamt auf irgend einer rechtlichen Grundlage geltend machen. Durch Falschabrechung eines HypnoBirthing-Kurses als vermeintlich konventionellen Geburtsvorbereitungskurs machen sich die o.g. Angehörigen medizinnaher Berufe sogar strafbar und können im schlimmsten Fall ihre Zulassung verlieren.

 

Brauche ich neben HypnoBirthing noch einen anderen Geburtsvorbereitungskurs?

Es ist nicht unbedingt notwendig, einen weiteren Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen, insbesondere, wenn Sie vielleicht schon Kinder haben. Bei HypnoBirthing lernen Sie alles, was für die Geburt wichtig ist. Sie sind jedoch vollkommen frei, neben dem HypnoBirthing-Kurs auch einen Geburtsvorbereitungskurs bei einer Hebamme oder in einer Klinik zu besuchen. Ich möchte Sie generell dazu ermutigen, sich frühzeitig mit einer Hebamme Ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen, denn sie führt, zusammen mit Ihrem Gynäkologen, alle wichtigen Vorsorgeuntersuchungen durch, ist neben dem Arzt Ihre Ansprechpartnerin bei medizinischen Fragen und begleitet Sie gegebenenfalls zur Geburt (Beleghebamme, Hausgeburtshebamme).

 

Ab wann sollte ich mit dem Kurs beginnen, bzw. ist es irgendwann zu spät dafür?

Wir empfehlen, dass Sie zu Beginn des 6. Schwangerschaftsmonats mit Ihrem HypnoBirthing-Kurs beginnen. Sie können aber auch früher teilnehmen - umso mehr Zeit bleibt Ihnen zum Üben! Da der Gruppen- bzw. Einzelkurs 4 bis 5 Wochen dauert, sollten Sie spätestens bis Mitte / Ende des 8. Schwangerschaftsmonats den Kurs beginnen. Sollten Sie bereits kurz vor der Geburt stehen, haben Sie die Möglichkeit, einen Schnellkurs zu belegen. Ihr Mitwirken spielt eine große Rolle für den Erfolg des Programms und in der Vergangenheit hat es sich gezeigt, dass sich durch hohe Eigenmotivation auch in kurzen Zeiträumen sehr gute Ergebnisse erzielen lassen!

 

Kann ich den Kurs auch ohne Partner durchführen? 

Grundsätzlich stellt es kein Problem dar, den Kurs allein durchzuführen. Der Geburtsgefährte bzw. - gefährtin nimmt bei HypnoBirthing jedoch eine wichtige Stellung ein:

Er oder sie 

  • wird während des HypnoBirthing-Geburtsvorbereitungskurses stark in das vorgeburtliche Bindungsgeschehen integriert und stellt zusammen mit Ihnen und dem Baby eine Einheit dar
  • unterstützt Sie während der Geburt, indem er Ihnen die Stichworte für eine leichte Geburt wiedergibt und Sie z. B. daran erinnert, tief in die Entspannung zu gehen
  • vertritt gegenüber dem Fachpersonal Ihre Geburtswünsche und achtet auf deren Einhaltung
  • u. v. m.

Der Geburtsgefährte muss nicht zwingend der Vater des Kindes sein, sondern kann auch die Mutter, Schwester oder eine andere Person sein, die Ihr tiefes Vertrauen genießt und mit der Sie dieses wunderbare Erlebnis teilen möchten.

 

Ich habe mir das Buch gekauft. Benötige ich überhaupt noch einen Kurs?

Das Buch beinhaltet viele interessante Aspekte, die dazu beitragen können, dass sich bestätigt, was Sie innerlich schon immer wussten – nämlich, dass Sie natürlich und ohne Angst gebären können. Damit sich der volle Erfolg des Programms aber letztlich auch bei der Geburt Ihres Babys verwirklichen kann, ist es notwendig ein bestimmtes, von Experten auf dem Gebiet der natürlichen Geburt entwickeltes Programm in einer bestimmten Reihenfolge zu absolvieren. Das Buch enthält zudem nur einen Teil des Programms. Die Frage beantwortet sich im Grunde von selbst – das Buch ist ein Kursbuch, welches den HypnoBirthing- Geburtsvorbereitungskurs ergänzt. Sie erhalten am ersten Kurstag ein persönliches Exemplar des Buches und müssen es nicht extra dazukaufen.

 

Meine vorhergehende(n) Geburt(en) war(en) sehr schmerzhaft und ich habe nun große Angst vor der Geburt. Kann mir HypnoBirthing® helfen, eine schöne und sogar schmerzfreie Geburt für mein jetziges Baby und mich zu erleben?



Unsere Prägungen sitzen tief. Alles, was Sie bisher über Geburt gehört, gelesen und selbst erlebt haben, hat sich als eine Art "unumstößliche Wahrheit" in Ihrem Geiste festgesetzt. Der Körper, der ja wie eine Art Roboter alle Befehle des Kopfes umsetzt, ohne diese in Frage zu stellen, verwirklicht nun auch das Programm der schmerzhaften Geburt - man könnte es als eine sich selbst erfüllende Prophezeihung bezeichnen. Dies kann einer der Gründe sein, warum Ihre bisherige(n) Geburt(en) schmerzhaft verlief(en). 

HypnoBirthing-Gegenmittel Nr. 1: Aufklärung.

Wenn Sie erfahren, woher der Mythos stammt, Geburt sei untrennbar mit Schmerzen verbunden, und Sie verstehen gelernt haben, warum Frauen in anderen Kulturen fast reibungslos und ohne Schmerz gebären, dann wird sich Ihre Angst allmählich auflösen und die alten Programmierungen verlieren Ihre Gültigkeit und damit auch ihre negative Wirkung. 

HypnoBirthing-Gegenmittel Nr. 2: Konditionierung.

Möchten Sie eine neue Verhaltensweise dauerhaft und wirkungsvoll verankern, sodass der Körper im entscheidenden Moment auch dementsprechend reagiert (z. B. dass der Körper bei der Geburt mit der Ausschüttung von Endorphinen reagiert und entspannt ist, anstatt sich vor Angst zusammenzuziehen)  müssen Sie die neuen, positiven Gedanken und Gefühle möglichst häufig wiederholen. Der Nutzen dieser Übungen verstärkt sich, je entspannter Sie sind und je offener Ihr Unterbewusstsein für diese Wiederholungen ist.

 

Mein Arzt meint, das Baby sei schon sehr groß und es solle die Geburt eingeleitet werden, damit es nicht noch größer wird, bzw. das Baby soll per Kaiserschnitt "geholt" werden.

Nun, die Professionalität solcher Aussagen muss angezweifelt werden. Nur in sehr seltenen Fällen kommt es vor, dass das Baby zu groß für das Becken seiner Mutter ist, z. B:

  • Die Mutter ist Diabetikerin oder leidet an Schwangerschaftsdiabetes
  • Ein asiatisch-europäisches Paar bekommt ein gemeinsames Kind (europäischer Mann groß und stämmig, asiatische Frau mit kleinem Becken)

Während der Geburt weitet sich das Becken der Frau enorm, Gelenke, Sehnen und Muskeln des Babys sind unter der Geburt extrem biegsam und dehnbar, sein Kopfumfang verringert sich durch das Übereinanderschieben der Schädelknochen erheblich! Diese natürlichen Phänomene müssen mit in Betracht gezogen werden, um eine objektive Aussage darüber treffen zu können, ob das Baby tatsächlich "zu groß" für das Becken der Mutter ist, weshalb es überhaupt nur während der Geburt möglich ist, eine solche Aussage zu treffen und nicht bereits vor der Geburt.

 

Ich hatte bereits einen Kaiserschnitt / Ich leide an einer Herzkrankheit* / an Spontan-Pneumothorax** oder Ähnlichem. Kann ich dennoch natürlich gebären?

Gerade die Geburtsmethode von HypnoBirthing, Ihr Kind sanft nach unten zu atmen, anstatt zu "pressen" gibt Ihnen die Chance, eine natürliche Geburt für sich und Ihr Baby zu erleben. Durch die Geburtsatmung, die Sie im Kurs erlernen, werden die Gewebe des Geburtsweges geschont, wodurch beispielsweise ein Aufgehen der alten Kaiserschnittnarbe sehr viel unwahrscheinlicher wird. Druck und Aufregung können oftmals auf ein Minimum reduziert oder ganz beseitigt werden. 

 

* Teilnahme am Kurs nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt

** Teilnahme am Kurs nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt